Im grellen Putzlicht, kurz bevor die Spuren der Nacht beseitigt wurden, hielten wir die Räume in ihrem Zustand des Dazwischen fest: leer, erschöpft, noch warm und verschmutzt von dem, was war. Von jedem Club entstand nur ein einziges Bild – analog auf Großformat und stets aus derselben Perspektive. Durch die technische Vorgabe einer langen Belichtungszeit dehnten wir diesen flüchtigen Moment „künstlich“ aus. Der kurze, meist unbeachtete Übergang vom Ende der Nacht zum Beginn des Tages wurde so erst durch die Fotografie selbst sichtbar – und damit zum Bild gemacht. Das Anliegen war es, die oft temporäre Existenz der Techno-Clubs zu dokumentieren – Orte, die kommen und gehen, doch für kurze Zeit zum Mittelpunkt einer Gemeinschaft werden. In ihrer Vergänglichkeit spiegeln sich Zeit, Bewegung und Erinnerung.
Bild- und Urheberrecht:
André Giesemann & Daniel Schulz
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