
Henning Rogge
Neuengamme
Henning Rogge ist in Neuengamme aufgewachsen, fünf Kilometer entfernt vom ehemaligen Konzentrationslager. Zwischen 1938 und 1945 waren dort und in den zahlreichen Außenlagern über 100.000 Menschen inhaftiert, von denen die Hälfte das Lagersystem nicht überlebte.
Zwei Arbeiter während der Pause bei Baumarbeiten neben der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Aneinandergereihte Wohnhäuser am Kirchwerder Landweg
Ecke Kiebitzdeich, Neuengammer Hauptdeich
Brücke über den Neuengammer Stichkanal
Altes Treibhaus am Neuengammer Hausdeich
Wiese östlich der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Trecker auf dem Feld, unweit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
Vor dem Elfmeter, bei einem Fußballspiel des SV Curslack-Neuengamme
Gebäude des Klinkerwerks des KZ-Neuengamme
Elbufer hinter dem Deich
Durch Umnutzung, Vertuschung und teilweisen Abriss verdrängte die Öffentlichkeit das KZ aus der Wahrnehmung. Bis in die siebziger Jahre reagierte der Senat der Stadt Hamburg auf jede Initiative zur Gedenkstättenarbeit in Neuengamme tendenziell ablehnend. Das Thema blieb aber auch seltsam unerwähnt in der eigenen Familie, Schule oder Kirchengemeinde. Obwohl Rogge in jungen Jahren schon grob die Zusammenhänge verstanden hatte, sollte es dauern, bis er eine erste fotografische Auseinandersetzung mit dem Thema suchte. Zwischen 2007 und 2008 war er mit einer Großbildkamera unterwegs. Entstanden sind topografische Fotos, die von einer fast provozierenden Normalität zeugen und nichts von dem einstigen Schrecken preisgeben. (…) Text: Peter Lindhorst






