
Johanna Klier
Die Große Bergstraße
Mitte der 1950er Jahre wurde die Große Bergstraße in Hamburg- Altona zum Geschäftsgebiet ernannt und 1966 zur ersten Fußgänger-Einkaufszone der BRD umgebaut. Die Architektur stand für die Idee der funktionalistischen Stadt und transportierte den Fortschrittsglauben und die damit verbundenen gesellschaftlichen Ideale der Verbreitung des Massenkonsums.
Dokumentation des Sanierungsgebietes Altona-Altstadt, Große Bergstraße (2010-2017)
Dokumentation des Sanierungsgebietes Altona-Altstadt, Große Bergstraße (2010-2017)
Dokumentation des Sanierungsgebietes Altona-Altstadt, Große Bergstraße (2010-2017)
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Dokumentation des Sanierungsgebietes Altona-Altstadt, Große Bergstraße (2010-2017)
Dokumentation des Sanierungsgebietes Altona-Altstadt, Große Bergstraße (2010-2017)
Dokumentation des Sanierungsgebietes Altona-Altstadt, Große Bergstraße (2010-2017)
Dokumentation des Sanierungsgebietes Altona-Altstadt, Große Bergstraße (2010-2017)
Dokumentation des Sanierungsgebietes Altona-Altstadt, Große Bergstraße (2010-2017)
1973 eröffnete das modernistische Einkaufszentrum Frappant. Nach nur 30 Jahren verließ das Warenhaus Karstadt als letzter Mieter das frappant und es wurde abgerissen. An seine Stelle
wurde die erste innerstädtische IKEA-Filiale Europas gebaut.
Heute tragen vor allem Komponenten wie Sicherheit, Kontrolle und Sauberkeit des Raumes dazu bei, dass Einkaufszentren in Innerstädtischen Räumen europa- und weltweit zu einheitlichen Konsumzonen werden. Der Prozess städtischer Aufwertung, mit dem die Verdrängung von ärmeren Bevölkerungsschichten aufgrund steigender Mieten einhergeht, nennt sich Gentrifizierung.
Verdrängung ist kein Nebenprodukt weil städtische Prozesse sich durchsetzen, sondern sie ist zum Ziel von städtischer Politik geworden. Daher kann die Große Bergstraße exemplarisch für die Transformation von Innenstädten weltweit gesehen werden. Von 2010 – 2017 habe ich das Sanierungsgebiet „Neue Große Bergstraße“ und seine räumlichen Veränderungen dokumentiert.
Dabei denke ich die Stadt als Archiv, das Spuren der vergangenen Zeit einlagert, die durch die Fotografie zum Vorschein gebracht werden.






