Die gestalterische Qualität der Hochhäuser und die städtebaulichen Präsenz haben manche Eigentümer und findige Projektentwickler erkannt. Andere, insbesondere öffentliche Bauten, deren Bausubstanz völlig vernachlässigt und nicht gepflegt wurde, liefen Gefahr abgerissen zu werden und vermeintlich “profitableren” Neubauten zu weichen. Wie schon in den Bildserien “Bunker” und “City Nord” hat mich auch hier dieser Zeitpunkt des “Unsicheren”, des “Übergangs” und damit verbunden die Frage des Umgangs mit diesen Bauwerken interessiert. Dafür wollte ich diese Zeitzeugen eines wichtigen Architekturstils mit fotografischen Mitteln dokumentieren und deren Besonderheit hervorheben. Daher sind sie betont trocken und puristisch interpretiert, die Baukörper teilweise frontal auf ihre schmale Fassade und damit zur reinen Fläche, also zur Zweidimensionalität reduziert. Die Struktur der Oberfläche wird mehr malerisches Mittel und weicht der realistischdreidimensionalen Wiedergabe, ohne aber Computer oder andere Hilfsmittel zu verwenden.
Bild- und Urheberrecht:
Oliver Heissner
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