
Timo Knorr
Der Wilde Wald
Seit 2021 begleite ich fotografisch den Kampf um den Wilden Wald. Dabei fotografiere ich den Ort und die Menschen, die sich für den Erhalt einsetzen.
Ein kleiner Pfad schlängelt sich in dem naturbelassenen, östlichen Teil des Waldes durch das Unterholz. / Hamburg 2021
Die Baustelle eines Baumhauses, was nie fertig gestellt wurde. / Hamburg 2021
Rodungsarbeiten am Waldesrand / Hamburg 2021
Spontane Versammlung von dem Bezirksamt Mitte während einer Infoveranstaltung der Behörde für die Pläne des Spreehafenviertels. / Hamburg 2021
Grußbotschaften von Aktivist*innen auf dem Baumhaus Pappelheim. / Hamb urg 2021
Eine Aktion während eines Bügerdialogs in Wilhelmsburg / Hamburg 2023
Gelbe Kreuze sind Zeichen von Widerstand gegen Räumung. Hier an einer der Hauptverkehrstraßen in Wilhelmsburg, welche den Wilden Wald durchtrennt. / Hamburg 2023
Während des alljährigen Festes auf der Lichtung des Waldes, werden Bäume mit Bändern umwickelt, als Zeichen sich für den Erhalt einzusetzen. / Hamburg 2023
Der Kanal, an dem der Wilde Wald angrenzt im Winter. / Hamburg 2023
IM Reiherstiegviertel sind viele solidarische Botschaften an Wände geschrieben. / Hamburg 2024
Das Baumhaus Brave Gasse erinnert an ein altes, was den Namen Wilde Gasse trug. Schon vor Corona gab es viele Aktionen für den Erhalt des Waldes. / Hamburg 2024
Eine Aktion der Aktivist*innen auf einem alten Bunker im östlichen Teil des Waldes / Hamburg 2024
Banneraktion an einer von der Rodung bedrohten Stelle des Waldes. / Hamburg 2025
An der BUKEA in Wilhelmsburg wird eine Kundgebung für den Erhalt des Waldes abgehalten / Hamburg 2025
Jedes Jahr gibt es auf der Lichtung des Waldes eine Mahnwache. Immer zum Start der Rodungssaison im Oktober. / Hamburg 2025
Die Aktivist*innen schlafen die Woche auch im Wald, bei fast schon Frost in den Nächten. / Hamburg 2025
Eine Gruppe Aktivist*innen zeigt in einem Skillshare anderen Menschen wie auf ein Baumhaus geklettert wird.
In Hamburg-Wilhelmsburg steht ein 60 Jahre alter Pionierwald im Zentrum eines hitzigen städtebaulichen Konflikts. Dieser Wald, ein lebendiges Zeitzeugnis der Großen Flut von 1962, soll zugunsten der HafenCity-Erweiterung gerodet werden. An seiner Stelle plant die IBA Hamburg das Spreehafenquartier als Teil eines größeren Projekts mit 5000 neuen Wohnungen. Diese Pläne haben zu einer Spaltung in der lokalen Gemeinschaft geführt und Fragen über Stadtentwicklung, Naturschutz und historisches Gedenken aufgeworfen.
Die Emotionen sind hochgekocht. Der Stadtteil zerstritten. 2019 wurde das erste Baumhaus gebaut, welches durch einen großen Polizeieinsatz wieder geräumt wurde. Danach wurden zwei weitere aufgebaut und diese sind bis heute nicht mehr existent. Ein Bündnis aus den Waldbesetzer*innen und einer bürgerlichen Initiative »Die Waldretter« haben ihre Kräftevereint und kämpfen bis heute um den Erhalt. Nach einer zweiwöchigen Mahnwache 2024, steht nun wieder ein Baumhaus an dieser Stelle, wo 2019 schon das erste stand. Die Stadt Hamburg hat 2025 nochmals verdeutlicht, dass der Wald Wohngebieten weichen wird. Die ersten Bäume sollen 2027 fallen.






